Gipsentwurf „Weimar und Goethe Kulturstadt Europas“ (1999) von Künstler Antone Zvone Jezovsek. Höhe des Gipsentwurfs: 2,2 cm
Motiv: Dichter und Wissenschaftler Johann Wolfgang von Goethe. (* 28. August 1749 in Frankfurt am Main; † 22. März 1832 in Weimar). Die Goethe-Darstellung ist dem Gemälde "Goethe in der Campagna" (1788) von Tischbein nachempfunden.
"In dem Maler Tischbein fand Goethe den perfekten Freund und Vertrauten, der das Glück des ersten römischen Aufenthalts vollkommen machte. Goethes Pseudonym „pittore Filippo Miller“ war Programm, beseelte ihn doch der Wunsch, in Italien auf dem Feld der bildenden Kunst als Kenner und Zeichner voranzukommen. Tischbein unterstützte ihn dabei tatkräftig; er nahm ihn Ende Oktober 1786 in die Künstlergemeinschaft am Corso auf, gab ihm sicheres Geleit durch die Ewige Stadt und ihre Kunstschätze, fungierte als Zeichenlehrer und schuf zahlreiche Bilder, die Szenen aus dem gemeinsamen Leben festhalten. Die herzliche Zuwendung und die originelle, kreative Art des fast gleichaltrigen Künstlers bezauberten Goethe.
Der Zauber des Anfangs verblasste jedoch, als beide im Februar 1787 nach Neapel reisten. Im neapolitanischen Getriebe konnte Tischbein zu Goethes Enttäuschung nicht mehr die Rolle des stets verfügbaren Begleiters spielen, was bald zum Bruch führte. Goethes Schilderung des Freundes in der „Italienischen Reise“ blieb dementsprechend reserviert. Erst Jahre später lebte die Beziehung wieder auf, als der Künstler Skizzen seines „Oldenburger Idyllen-Zyklus“ nach Weimar sandte. Das bekannteste Werk, das Tischbein geschaffen hat, ist ein Denkmal der Freundschaft mit dem Dichter: Es ist das zwischen klassischem Ideal und gelebter Wirklichkeit changierende Gemälde „Goethe in der Campagna“ (Städel Museum, Frankfurt a.M.), das ikonischen Status erlangt hat." (1)
"Residenzstadt im Herzen Europas. Sie ist ein Ort großer Ideen und weltbewegender Kunstwerke. Goethe, Schiller, Bach, Liszt und Gropius prägen noch heute das Stadtbild. Dichterhäuser, Museen, Schlösser und großzügige Parks versammeln europäische Kulturgeschichte auf engem Raum – UNESCO-Welterbe inklusive. Die Stadt bleibt lebendig und authentisch, inspiriert mit Kunst, Musik, Geschichte und zeitgenössischer Kreativität. Gleichzeitig erinnert Weimar an die Schrecken von Buchenwald und pflegt bewusst die Erinnerung." (2)
Die erste deutsche 100 Euro Gedenkmünze in Gold wurde auch von diesem Künstler entworfen. Normalerweise sehen nur die Mitglieder des Preisgerichtes die Entwürfe für eine Kursmünze und bewerten diese.
Material: Gips
äußerst rar!!!
Das Werk des Bildhauers Jezovsek ist davon geprägt, dass er das Physische, die Architektur, mit dem Psychischen verbindet. Der Mensch in seiner Umwelt, prägt sie und wird seinerseits geprägt. Jezovsek verbindet diesen Dialog in seinen Skulpturen. Die Form im Raum, die Veränderung des Raums durch die Form. Kunst am und im Bau ist ein Schwerpunkt seiner Kreativität. Seine Intention ist die Distanz zwischen Mensch und Kunst aufzuheben. So wie er durch seine Skulpturen den Raum einbezieht, um eine Aussage zu formulieren, will er den aktiven Betrachter, den Menschen mit Phantasie, Einfühlungsvermögen und geistiger Regsamkeit. Jezovsek hat nicht nur formal etwas zu sagen. Sein Spektrum ist universell, er ist Bildhauer und Philosoph. Er durchdringt die Materie mit der er sich befasst. „Einfaches, reduziert auf das Wesentliche, ist oft schon zu viel“. Jezovsek hinterfragt das Umfeld, seines Themas, so ausgiebig, dass man annehmen könnte er verliert sich in das Unendliche. Findet jedoch das Essentielle und setzt es formal um. Ein Spiegelbild seines Lebenslaufs. 1957 aus Slowenien kommend, wollte er zunächst sein Kunststudium in Paris aufnehmen, das für ihn, der sich immer als Europäer gefühlt hat, einer der zentralen Punkte Europas war und ist. Studiert ab 1958, am Städel in Frankfurt am Main, bei Prof. Hans Mettel. Dessen Arbeiten, in ihrer Kargheit, faszinieren Jezovsek. Mettel seinerseits begeistert sich für die mediterrane Leichtigkeit in Jezovseks Werk. 1962 wurde er Meisterschüler und Geschäftspartner von Prof. Mettel. In gemeinsamer Arbeit wurden viele öffentliche Bauten umgesetzt. Der Gedanke der Bauhütte, Einbeziehung aller Disziplinen, mit der Priorität, in diesen Projekten nicht nur Funktionalität, sondern auch Humanität und Ästhetik, um somit Baukunst, zu verwirklichen. Ein kreativer interdisziplinärer Dialog, mit dem Ziel das Einfache zu finden. Aus dieser Zeit und deren Begegnung stammt auch das Essay über Jezovsek von Daniel Henry Kahnweiler (Kunsthändler Picassos), der wie kein anderer danach, die Intension von Jezovsek begriffen und in Worte gefasst hat. 1965 entwickelte Jezovsek in diesem Geiste ein Atelierkonzept, in einem Schloss in der Nähe von Frankfurt am Main, das ihm von der damaligen Regierung bis 1985 als Atelier zur Verfügung gestellt wurde. Kunst als universelle Sprache. Eingeladen wurden Andy Warhol, Lazlo Szabo und andere internationale Künstler, um vor Ort zu arbeiten und im Dialog mit den Interessierten zu stehen.
Galerie deArtis – Artist’s Profile ================================== Interdisziplinär dann auch das Publikations- und Vertriebsmanagement von Jezovsek, an einem ventillosen Motor. Zusammen mit dem Erfinder reist er durch die Welt und propagiert dieses Projekt. Der Dialog war dann auch sein Ansatz bei der Verwirklichung des ersten Privatfernsehens in Deutschland, im Dienste der Gesundheitsaufklärung, zusammen mit dem Hartmanbund und Sony. Das Wissenschaftliche sei mit dem human ästhetischen Anspruch, zum Wohle des Verbrauchers ideal verbunden. 1980 Ausstellung „Mensch – Beziehung“ im Bonner Parlament. Jezovsek will Anstifter sein, das Umfeld bewusst wahrzunehmen. Essenz einer Form, als Ausdruck und Dialog einer Epoche. Die kulturelle Aussage, als Interpretationsmöglichkeit für nachfolgende Generationen.
Der Notwendigkeit, im Dialog zu bleiben, um unbefangen auf das Neue und Fremde zuzugehen, muss die Fähigkeit diesen Dialog zu führen zur Seite gestellt werden.
Wichtige bisherige Ausstellungen ================================ Ausstellung „Mensch – Beziehung“ für das Parlament (mit dem Hartmannbund), Bonn Interlübke Showroom, Frankfurt am Main 1980 1982 Historisches Rathaus, Hammersbach 1992 BMW Group Showroom, Frankfurt am Main 1998 Galerie Katz, Maintal 1998 Ausstellung „Retrospektive“, Historisches Museum, Frankfurt am Main Ausstellung „Kunst im Dialog“, Landratsamt, Bamberg Stadt- und Kreissparkasse, Speyer Ankerbank, Zürich 2002 2004 2004 2005 Museum Dr. Göde, Waldaschaff 2006 Feldberghalle, Feldberg im Schwarzwald 2006 Galerie deArtis, Zürich 2006 Kommende Ausstellungen Galerie de Artis, Berlin Landratsamt, Bad Reichenhall 2007 2007 Museum für moderne Kunst, Mailand 2007 Galerie Santos, Porto 2007
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Zitate:
(1) Stiftung Preußischer Kulturbesitz Staatsbibliothek zu Berlin, Dr. Petra Maisak (Frankfurt a.M.): „Wir passen zusammen als hätten wir zusammen gelebt.“ Goethe und Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (zuletzt abgerufen am 29.04.26) (2) weimar GmbH, Redaktion & Online-Kommunikation,Vanessa Berger:"Kultur in Weimar" (weimar.de, zuletzt abgerufen am: 29.04.26)
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